Dachstuhlbrand in Grone

 

(kbm) Das Wochenende 31.8. / 01.09.2013 bescherte der Feuerwehr Elliehausen viel Arbeit. Geplanter

Weise bezog die Ortfeuerwehr am Samstag um 09:00 Uhr mit 10 Einsatzkräften, dem LF 10/6 und dem RW2 Posten auf dem Gelände des Modellflugclubs Condor, um die Brandsicherheitswache bei den Flugtagen zu stellen.

Während des Brandsicherheitswachdienstes kam es zwar zu einigen missglückten Landungen, Brände oder gar Personenschäden entstanden jedoch nicht. Die Begehungen des Warte- und Ausstellungsbereichs der Flugshow sowie des Festgeländes blieben ebenfalls ereignislos, so dass die Einsatzkräfte nicht tätig werden mussten.

Aufgrund einsetzenden Regens wurde die Flugshow vorzeitig gegen 17:00 Uhr beendet. Die Einsatzkräfte fuhren zurück zum Feuerwehrgerätehaus und machten die Fahrzeuge wieder einsatzbereit. Die letzten Kräfte wollten das Feuerwehrhaus gerade verlassen, als um 17:26 die Digitalen Meldeempfänger auslösten und Sekunden später die Elliehäuser Sirene heulte. Die Meldung „Dachstuhlbrand, schwarzer Rauch aus Dach“ verhieß nichts Gutes.

Die Einsatzstelle lag im Groner Altdorf, die OF Grone, Löschzug, E-Dienst und Notarzt der Berufsfeuerwehr sowie ein Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe waren ebenfalls alarmiert. Binnen weniger Minuten rückten das LF 10/6 und der RW2 voll besetzt zur Einsatzstelle aus. Zwei Kameraden folgten aus Platzmangel mit einem PKW, weitere Einsatzkräfte der OF Elliehausen blieben zunächst im Gerätehaus in Bereitstellung.

Schon auf der Anfahrt war eine schwarze Rauchsäule zu sehen, die über Grone in den Himmel stieg. Im LF 10/6 rüstete sich ein Trupp mit Atemschutzgeräten aus, um sofort nach der Ankunft an der Einsatzstelle unterstützen zu können. Vor Ort ging der Trupp, kurz darauf ergänzt durch einen weiteren Atemschutztrupp vom RW2, in Bereitstellung. Gleichzeitig waren Trupps der Berufsfeuerwehr und der Ortsfeuerwehr Grone zur Erkundung, Menschenrettung und Brandbekäpfung in der Brandwohnung, in der sich glücklicherweise keine Bewohner mehr aufhielten.

Die Trupps der OF Elliehausen wurden später in das Haus entsandt, um die Kameraden der BF und der OF Grone abzulösen. Unterstützt von zwei Wärmebildkameras wurden Glutnester aufgespürt, die Decke wurde mittels

Einreißhaken und Äxten so weit geöffnet, dass mit zwei C-Rohren kleinere Brände und Glutnester in der Dämmung abgelöscht werden konnten. Weiterhin wurden Bereiche des brennenden Bodens freigeräumt und abgelöscht. 

Der erste Elliehäuser Trupp wurde, als sich der Atemluftvorrat dem Ende näherte, durch einen weiteren Trupp der Berufsfeuerwehr ersetzt. Der zweite sicherte und unterstützte die Kameraden der BF bei den Räum- und Löscharbeiten an der Dachkante und wurde durch den dritten Elliehäuser Trupp abgelöst, als der Luftvorrat zur Neige ging.

Im weiteren Einsatzverlauf stellte die OF Elliehausen noch zwei weitere Atemschutztrupps, die jedoch nicht mehr eingesetzt werden mussten und unterstützte bei den Aufräumarbeiten.

Nachdem der Brand erfolgreich gelöscht war, rückten die ersten Fahrzeuge wieder ab. Auch die Ortsfeuerwehr Elliehausen wurde schließlich aus dem Einsatz entlassen und fuhr zunächst die Hauptwache der Berufsfeuerwehr an, um die Einsatzfahrzeuge aufzutanken und die verbrauchten Atemschutzgeräte sowie verdrecktes Material zu ersetzen.

Zurück im Feuerwehrhaus wurden die Fahrzeuge endgültig wieder einsatzbereit gemacht, gegen 23:30 war der Tag dann beendet.

Am nächsten Morgen um Punkt 08:30 lösten die Melder der Ortfeuerwehr Elliehausen erneut aus. Die Alarmmeldung diesmal war „Brandsicherheitswache Modellflugplatz“. Die Einsatzkräfte fuhren wie verabredet um 08:45 zum Flugplatz und besetzten wieder ihre Posten. Auch an diesem Tag gab es ein paar holprige Landung und sogar den Zusammenstoß zweier Flugzeuge, glücklicherweise aber noch am Boden, so dass auch von diesem Unfall keine Gefahr für die Piloten oder Zuschauer ausging.

Für die Einsatzkräfte vor Ort war es erneut ein ruhiger Tag, weder die Feuerwehrkameraden noch die Besatzung des Krankentransportwagens vom Deutschen Roten Kreuz verzeichneten Einsätze.

Nach der Heimfahrt und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge und Geräte ging am Sonntagabend gegen 20:00 Uhr ein anstrengendes Wochenende zu Ende.